Splash! 14 – Der Freitag #2


Der erste Festivaltag nähert sich dem Ende. Während ich das schreibe, nehmen gerade K.I.Z. die Mainstage auseinander. Und was für ein Festivaltag das war. Ein tanzender Lea-Won vor der Biergartenstage, ein Meer aus Zelten, unzählige Berlinfahnen und Menschen mit Looks zwischen Modestatement und Farbenblindheit. Menschen mit Wasserpistolen und Menschen in Gorillakostümen. Menschen mit Wasserpistolen kämpfend gegen Menschen in Gorillakostümen – der Campingplatz war für so einige Kuriositäten zu haben.
Aber der eigentliche Spaß waren natürlich die Bühnen. Kraftklub weihten die Mainstage gebührend ein, damit im Verlauf des Abends die Legenden von Public Enemy vor aufgewärmtem Publikum representen konnten. Und wie sie das taten. Gleich zwei mal spielte die Oldie-Truppe “Bring the noise” und die Menge ging sowas von Nüsse. Ich hab selten so einen ausgelassenen Menschenhaufen gesehen. Ob man nun so wie Chuck D ein Mikrofon an eine E-Gitarre halten muss, ist fraglich. Aber zumindest einmal Flava Flavs Uhr in Natura sehen zu können war schon ein denkwürdiges Ereignis.

Die Crowd war generell dankbar und feierbereit. Das bekam auch Prinz Pi zu spüren, der eine Orgel mit auf die Bühne brachte und keinen Klassiker ausließ. Wenig später kamen die CunninLynguists auf die Aruba-Stage, gerade von Producer Kno kamen eindrucksvolle Rapeinlagen. Sowieso war der Abend ziemlich Südstaaten-lastig. Neben den Burschen aus Kentucky begeisterten noch Yelawolf und Curren$y die Crowd an der “kleinen” Bühne. Ersterer war zwar leicht verspätet, aber sehr energetisch bei der Sache, immer zwischen Donald-Duck-Stimme und Flow-Massaker. Curren$y war entspannt wie erwartet. Jeder Song wurde zur Hälfte gespielt – bei so einem Output muss man ja auch gucken, wo man bleibt. Der Applaus nach jedem Track war jedoch nicht so sein Ding: “Applause for what? It’s not even over!” Debiles Lachen inklusive, versteht sich.
Dendemann wurde seinem Ruf als Live-Monster mal wieder gerecht. “Da [ging] einiges”, wie man so schön sagt. Und es wird auch noch einiges gehen. Morgen. Und Übermorgen. Dann berichten euch meine Kollegen Sascha und Jonathan. Ich hol mir jetzt ein Kaltgetränk. Oder zwei. Splash! regiert, man sieht sich!

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